Scouser


Im letzten Post habe ich den Ausdruck Scouser für die Liverpooler gebraucht. Das Wort Scouse bezeichnet eigentlich das traditionelle Arme-Leute-Essen, das in der Stadt – vermutlich auch durch die skandinavischen und norddeutschen Einwanderer, denn es ähnelt dem Labskaus – entstand.

In einen Scouse gehört ein bisschen Fleisch – Lamm und Rind, wenngleich es natürlich auch vegetarische Varianten gibt – jede Menge Kartoffeln, damit es nahrhaft wird, Möhren, Steckrübe und Zwiebel. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und Worcestersauce, und wie jeder gute Eintopf sollte es lange köcheln.

Die alteingesessene Adresse für Scouse in Liverpool ist Maggie May’s auf der Bold Street.

Aber Scouse steht auch für den Dialekt der Liverpooler – und ja, der hört sich auch ziemlich nach Eintopf an. Auch hier kommen wieder die Einflüsse der Zuwanderer zum Tragen, in diesem Fall vor allem derjenigen aus Irland und Wales. Wer mehr dazu wissen will, hier der Link zu dem Wikipedia-Artikel

Und, um nun zum Anfang zurückzukehren, das Wort wird ebenfalls für die Bewohner selbst gebraucht. Es beinhaltet keinerlei Wertung, sondern kann liebevoll gemeint sein oder abwertend – je nach Intention und Betonung.


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